Fasnachtsgruppe Schache-Buure
Die Schache-Buure entstanden aus dem damaligen Turnerchörli. Das Erscheinungsbild der Schache-Buure war ein einfaches blaues Sennenkutteli, ein rotes Halstuch und meistens ein schwarzer Hut.
Die Schache-Buure waren in den Jahren 1956 bis 1971 ein Begriff sowohl unter den Fasnächtlern als auch in der Bevölkerung. Die Gruppe begeisterte das Publikum mit Schnitzelbänken, war jedoch auch als kleine Unterhaltungskapelle gerne gehört.
Einige Schache-Buuren waren auch im Vorstand respektive im Fasnachtskomitee tätig.
Fotos von 1966
Fasnachts-Lebenslauf einiger Schache-Buure
Ernst Bannwart wurde bekannt als Büttenredner. Insgesamt trat er am Hilari zwanzig Mal in die Bütte. Seine Büttenreden waren ein Höhepunkt im jeweiligen Hilari-Programm und so mancher Zuhörer wischte sich Tränen vor Lachen aus dem Gesicht. "Aschi" war auch ein langjähriges Mitglieder der "Aemmeschnägg-Redaktion" und mancher Vers in der Fasnachtszeitung "Dr Ämmeschnägg" stammte von ihm. In den Jahren 1960 bis 1972 war er im Fasnachts-Komitee tätig. 1970 wurde er zum Ehren-Narr gewählt. Als Gründungsmitglied der Schnägge-Zunft im Jahr 1972 war er bis zu seinem Tod im Jahr 1992 Mitglied dieser Zunft.
Willi Wälchli stellte seine Dienste stets der Dorffasnacht Biberist zur Verfügung. Viele seiner Ideen wurden umgesetzt. Er war als Archivar, Komiteemitglied, Narrenschreiber und Mitglied der Ämmschnägg-Redaktion tätig. Im Jahr 1969 wurde er zum Ehren-Narr ernannt. In den Jahren 1975 bis 1995 war er Mitglied der Schnägge-Zunft.
Hans Grädel war der geborene Liedermacher. Eines seiner selbst verfassten Lieder brachte ihm den Übernamen "Mario" ein. An verschiedenen Hilari-Abenden managte er das Hilari-Programm als Conférencier. Mit seinem Humor und den Liedern hatte er das Publikum stets auf seiner Seite. Im Jahr 1973 wurde er zum Ehren-Narr ernannt.
Die beiden einstigen Schache-Buuren, Willi Wälchli und Otto Röthliberger, haben das Schnägge-Liedli getextet und musikalisch umgesetzt. Dieser Biberister Fasnachts-Hit ist bis heute ein Ohrwurm geblieben und wird vor allem am Hilari vorgetragen.
Otto Röthlisberger war in den Jahren 1968 bis 1972 Obernarr der Dorffasnacht Biberist.
Jupeidi und jupeida ...
Der bekannteste und wohl auch begabteste Büttenredner der Dorffasnacht Biberist war Ernst Bannwart. Angezogen als sogenannter "Schache-Buur", mit Brissago im Mund, trat er jährlich am Hilari in die Bütte. Beginnend mit seinem unverkennbaren Vers, Jupeidi und Jupeida, dr Hilari isch da, zog er das Publikum in seinen Bann und so mancher weinte Tränen ab seinen Sprüchen in all den Jahren.
Im Jahr 1982 gab Aschi nach seiner 19. Büttenrede bekannt, dass dies sein letzter Auftritt als "Schache-Buur" gewesen sei. Nach neun Jahren Unterbruch konnte ihn der damalige Obernarr Werner Jäggi noch einmal begeistern, anlässlich von 700 Jahren Eidgenossenschaft und 200 Jahre St. Urs in die Bütte zu stehen. So konnte "Aschi" seine 20. Büttenrede feiern!
Nur ein Jahr später verstarb am 22. Juni 1992 Ernst Bannwart in seinem 61. Altersjahr.