Bilder 1958

Fasnachtsmotto 1958: Zoge am Boge

Gruppenzirkulation 1958
Hinweis: Bis Anfang der 60iger Jahren war es üblich, die meisten Biberister-Restaurants nach dem Namen des Wirtes zu bezeichnen. So war z.B. mit dem Restaurant Gurtner das Restaurant Post gemeint, Gurtner war der Beizer. Mit dem Namen Restaurant Anderegg war der Emmenhof gemeint.

Insgesamt 12 Fasnachsgruppen besuchten ab 20:15 Uhr im 30 Minuten-Takt am Schmutzigen Donnerstag und Fasnachts-Dienstag die 14 mitwirkenden Restaurants. Aufgeteilt in zwei 6er-Gruppen, wurden pro Abend sieben Restaurants besucht und am zweiten Abend die restlichen sieben Beizen.

Die Fasnachtsgruppen nannten sich Buuremusig, Schache-Buure, Sturmlatärne, Nordpol, Centrumschnüffler, Dorf-Chronik, Stüürwösch, Gruppe St. Urs, Schnägge-Post, Böösi-Müüler, Radar und Dorf-Politik.

Die 14 mitwirkenden Restaurants waren Hotel Bahnhof, Anderegg (Emmenhof), Tearoom Stettler, Jud (Emmenbrücke), Hügli, Frohsinn, Bütikofer (Freiheit), Vogt (Rössli), St. Urs, Gurtner (Post), Kirchhofer (Sternen), Probst (Blume), Wyler (Traube) und Koller (Du Nord).

Fasnachtsumzug 1958
Die Aufstellung des Umzuges fand entlang der Gerlafingenstrasse statt.

In der National-Zeitung Basel erschien am 15.02.1958 ein kurzer Bericht: Das grosse Wasserämter Dorf Biberist hat eine jedes Jahr ulkiger werdende Dorffasnacht mit einem Umzug von 12 dekorierten Fasnachtswagen. Eine eigene Fasnachtszeitung "Dr Ämmeschnägg" erfreut das Dorf, und abends zirkulieren in den Wirtschaften Masken-Gruppen mit Schnitzelbänken. Jeder der während des Jahres sich hat eine Dummheit zuschulden kommen lassen, wird auf den Hut genommen und in Lied und Vers verspottet. Wer getroffen, spielt nicht den Spiesser, sondern lacht fröhlich mit, denn dem ächten Fasnachtsscherz-Geniesser ist das Intrigieren und Foppen kein Hindernis.

Vereinigte Fasnachtsgesellschaft Solothurn
In einem Brief vom 4. November 1958 gelangte die vereinigte Fasnachtsgesellschaft Solothurn via den Gemeindeschreiber an die Dorffasnacht Biberist. Es wurde angefragt, ob die Biberister Narren Interesse hätten, aktiv am Stadt-Solothurner Umzug 1959 teilzunehmen.
Im Antwortschreiben unseres Narrenschreibers Joseph Willi von Ende November ist zu lesen: Leider können wir nicht auf ihre Anfrage eingehen, weil sich unsere Fasnacht im Laufe der Jahre einen eigenen Charakter gegeben hat, und wir heute unmöglich auf deren Durchführung verzichten können.