Fasnacht 1946

Obernarr Willi Begert

Motto 1946: s'ganze Dorf macht Fasnacht hür!
Im Jahr 1946 fand die erste Biberister Fasnacht statt. Fotos von den Anlässen stehen leider keine zur Verfügung.

Der erste Obernarr
Am 25. Januar 1946 tagte das Fasnachtskomitee. Eingeladen war auch die interessierte Biberister Bevölkerung, welche mit ihrem Grossaufmarsch auch grosses Interesse an einer Fasnacht bezeugte.

An diesem Abend wurde Willi Begert zum Obernarren gewählt. Das Amt des Aktuars übernahm Joseph Amoser, Jud Walter nahm die Wahl zum Kassier an. Weitere Personen wurden ins Fasnachtskomitee gewählt: Koller Hermann, Frau Anderegg-Huggenberger, Thierstein Ernst, Heri Otto (Konsumverwalter), Dick Walter, Büetiger Paul sen., Suri Robert und Wyler Walter.

Die Wirtegilde
Der grosse Erfolg der ersten Fasnachtsjahre war nicht allein auf die Bevölkerung zurückzuführen. Dahinter steckte auch eine starke Wirtegilde, in welcher die Restaurantsbetreiber vereint waren und gemeinsam die Fasnachtsanlässe organisierten. So war es auch nicht verwunderlich, dass sich das erste Fasnachtskomitee vorwiegend mit Personen aus dem Gastgewerbe zusammensetzte.

1946: Das erste Fasnachtskomitee
Obernarr Willi Begert (Gasthof St. Urs), Kassier Walter Jud (Restaurant Emmenbrücke), Aktuar Joseph Amoser (Restaurant Eintracht).

Weitere Mitglieder waren Hermann Koller (Restaurant Du Nord), Frau Anderegg (Rest. Emmenhof), Ernst Thierstein (Rest. Biber), Otto Heri (Konsumverwalter), Robert Suri (Landwirt), Walter Dick (Spenglerei Dick), Paul Büetiger (Druckerei Büetiger) und Walter Wyler (Bahnhofvorstand [SZB]).

Fasnachtsprogramm 1946

Gruppenzirkulation 1946
Hinweis: Bis Anfang der 60iger Jahren war es üblich, die meisten Biberister-Restaurants nach dem Namen des Wirtes zu bezeichnen. So war z.B. mit dem Restaurant Gurtner das Restaurant Post gemeint, Gurtner war der Beizer. Mit dem Namen Restaurant Anderegg war der Emmenhof gemeint.

Insgesamt acht Fasnachsgruppen besuchten ab 20:00 Uhr im 25 Minuten-Takt am Schmutzigen Donnerstag und Fasnachts-Dienstag die 14 mitwirkenden Restaurants. Aufgeteilt in zwei 4er-Gruppen, wurden pro Abend sieben Restaurants besucht und am zweiten Abend die restlichen sieben Beizen.

Die Fasnachtsgruppen wurden vorwiegend nach ihrem Motto benannt.Es traten in Aktion Gewerbe, Jungmannschaft, Frohsinn, Männerchor, Dorfpolitik, Fussball-Club und Boxer. Der Namen der 8. Gruppe ist nicht bekannt.

Die 14 mitwirkenden Beizen hiessen Restaurant Hügli (Säge), Jud (Emmenbrücke), Hotel Bahnhof, Anderegg (Emmenhof), Thierstein (Biber), Bütikofer (Freiheit), Bloch (Frohsinn), Koller (Du Nord), Wyler (Traube), Furrer (Rössli), St. Urs, Zürcher (Sternen), Blume und Amoser (Eintracht).

Kalesche

1946: Der erste Fasnachtsumzug
An der Sitzung vom 14. Februar wurde die Zusammensetzung des Fasnachtsumzuges für den Fasnachts-Sonntag vom 2. März zusammengestellt:
■ 1. Musikgesellschaft - ■ 2. Kalesche mit Obernarr und engerem Komitee - ■ 3. Kriegswirtschaft (Gewerbe) - ■ 4. 200 ist Trumpf (Turner) - ■ 5. Boxer (Box-Club) - ■ 6. Klatschbasen (Frauenturnverein) - ■ 7. Jungmannschaft - ■ 8. Frohsinnchöre - ■ 9. Nürnberger (FC) - ■ 10. Küchliwirtschaft.

Plaketten 1946
Die ersten Plaketten wurden aus Karton gestanzt und waren mit zwei Masken bedruckt. Die Plaketten wurden in den Ausführungen violett und Gold zum Verkauf angeboten. Sie wurden zu einem Preis von 50 Rappen pro Stück verkauft.